Reisebericht Australien: Rottnest Island

Meine Reise durch Südwestaustralien

Vom Frankfurter Flughafen starteten wir zu unserem zweiwöchigen Abenteuer nach Südwestaustralien. Mit Emirates ging es zunächst nach Dubai und von dort nonstop weiter nach Perth. Dank der komfortablen Sitze, einem tollen Service und einem sehr umfangreichen Unterhaltungsprogramm verging die Zeit wie im Fluge. In Western Australia ist es zur Sommerzeit sechs Stunden vor unserer Zeit in Deutschland. Auf der Südhalbkugel gelegen, herrschen dort auch entgegengesetzte Jahreszeiten. Ist bei uns Winter, so verlebt man dort den Sommer. Aber auch im Winter lässt sich die Region prima bereisen, also ein tolles ganzjähriges Reiseziel.

Perth und Umgebung

Reisebericht Australien: Fremantle Strand

Fremantle Strand

In Perth angekommen, musste zunächst etwas Schlaf nachgeholt werden, bevor es voller Tatendrang die Stadt zu erkunden galt. Perth gilt als eine der aufstrebenden Städte Australiens. Mit über zwei Millionen Einwohnern ist sie mittlerweile die viertgrößte Stadt Australiens. Am Ufer des Black Swan Rivers gelegen, bietet Perth ein tolles Flair in einem ausgezeichneten Klima. Es gibt unzählige Cafés, Restaurants und Museen und zahlreiche Veranstaltungen über das Jahr verteilt. Wir erhielten auf einer geführten Citytour vielseitige Einblicke in die Geschichte und Gegenwart der Stadt – eine geführte Stadtbesichtigung kann ich jedem nur empfehlen.

Ein Ausflug zu den nahe gelegenen Stränden ist auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ein Kinderspiel. Besonders sehenswert ist der Vorort Fremantle, in welchem es sich prima für ein paar Stunden verweilen lässt. Das Meer lädt hier zum Baden ein.

Reisebericht Australien: Neugieriges Beuteltier Quokka

Beuteltier Quokka auf Rottnest Island

Nach einer weiteren Übernachtung in Perth, machten wir uns mit dem Express Boot auf den Weg nach Rottnest Island. Die kleine, vorgelagerte Insel ist schnell von der Stadt aus zu erreichen und bekannt für ihre Natur, die schönen Strände und der kleinen Beuteltierart namens Quokka. Die zutraulichen Tiere sind alles andere als kamerascheu. Die Insel ist autofrei und lässt sich hervorragend mit dem Fahrrad, einem Segway oder auch zu Fuß erkunden.

Das "Goldene Outback"

Am darauf folgenden Tag traten wir unseren einstündigen Flug ins "Goldene Outback",  genauer gesagt nach Kalgoorlie, an. Das Städtchen erinnert an einen Goldgräberort im Westen der USA. In der Tat wird hier und an vielen anderen Orten der Westküste Australiens bis heute in gigantischen Minen Gold abgebaut. Eine der größten aktiven Minen – die "Super Pitt" – kann auf einer geführten Tour besucht werden. Besonders beeindruckend sind die Ausmaße der Minenfahrzeuge, insbesondere der "Dump Trucks". Zudem kann man in und um Kalgoorlie eine Menge über die Goldgräbergeschichte erfahren und sogar selbst sein Glück im "Gold waschen" versuchen, z. B. in der "Hannans North Tourist Mine". Im Anschluss lässt sich der Tag hervorragend in einem der zahlreichen Pubs der Stadt ausklingen.

Die Südwestküste

Reisebericht Australien: Känguru

Weiter ging es über den Landweg gen Süden. Nach einer ca. vierstündigen Fahrt erreichten wir die Südküste Westaustraliens und den kleinen Ort Esperance. Hier findet man neben einer grandiosen Natur auch zahlreiche Traumstrände in und um den Cape Le Grand Nationalpark. Die wohl bekannteste Bucht "Lucky Bay" ist die Heimat zahlreicher Kängurus, die sich nicht selten direkt am Strand tummeln und mit etwas Glück für ein Foto still stehen. Die versteckten Ecken des Parks lassen sich hervorragend im Rahmen einer geführten Tagestour erkunden. Mit einem Allradfahrzeug geht es entlang von traumhaften Stränden zu gigantischen Sanddünen. Die Natur und Landschaft ist wirklich atemberaubend. Sehr empfehlenswert ist zudem ein Rundflug über den Nationalpark bis hin zum "Pink Lake", der den Namen seiner rosaroten Farbe zu verdanken hat, welche durch spezielle Bakterien und Algen im See hervorgerufen wird.

Orcas im Südpazifik südlich von Bremer Bay

Am nächsten Tag sollte eines der großen Highlights der Tour folgen. Ausgangspunkt hierfür war der kleine Ort Bremer Bay. Von hier starteten wir früh am Morgen unsere "Killerwaltour" in den rauen Südpazifik. Die Tour dauerte den ganzen Tag und es wurde uns dringend empfohlen, vorher Tabletten gegen Seekrankheit zu nehmen. Der Seegang verdeutlichte schnell, dass weiter südlich nur noch die Antarktis folgt. Die Gewässer südlich von Bremer Bay bieten Lebensraum für zahlreiche Walarten, darunter auch zahlreiche Killerwale. Grund hierfür ist ein gigantischer Unterwassercanyon mit sehr nährstoffreichem Wasser. Es werden sehr interessante Touren mit Marinebiologen angeboten, welche gleichzeitig auch das Verhalten der Säugetiere studieren. Nach wie vor ist jedoch leider relativ wenig über die Populationen in diesen Gewässern bekannt. Nachdem die Tiere geortet wurden, kommt man bis auf wenige Meter an diese heran. Ein absolut unvergessliches Erlebnis für mich.

Von Bremer Bay ging es weiter entlang der Küste gen Westen zu unserem nächsten Übernachtungsziel Pemberton. Auf halber Strecke befindet sich der Porongurup Range Nationalpark. Hier lassen sich über schmale Pfade durch dichte Wälder gigantische Granitfelsen erklimmen. Der sogenannte "Granite Skywalk" endet über einer schwindelerregenden Treppe auf einer Plattform inmitten dieser Granitfelsen. Der Blick von hier oben ist atemberaubend.

In unmittelbarer Nähe befindet sich auch der Walpole-Nornalup Nationalpark. Dieser ist bekannt für seine gewaltigen Eukalyptus-Bäume, die über 40 Meter in die Höhe ragen. Auf dem "Valley of the Giants & The Treetop Walk" lassen sich die Baumriesen von oben bestaunen. Hierzu wurden diverse Hängebrücken zwischen den Baumwipfeln installiert. Nicht unbedingt geeignet für Personen mit Höhenangst.

Pemberton ist ein hervorragender Ausgangspunkt, um das Yeagarup Sand Dune System sowie den D'Entrecasteaux & Warren Nationalpark zu erkunden. Auf unserer geführten Tour erhielten wir einmalige Einblicke in die grandiose Natur der Region. Mit dem Allradfahrzeug ging es durch ausgedehnte Eukalyptus-Wälder über gewaltige Sanddünen bis bin zum Meer. Die Strände sind absolut wild, unberührt und menschenleer, da diese nur über äußerst waghalsige Sandpisten erreicht werden können. Aus diesem Grund empfiehlt es sich auch dringend, eine geführte Tour zu buchen

Nachdem wir den südlichsten Punkt der Westküste passiert haben, ging es am folgenden Tag wieder zurück in Richtung Perth. Auf dem Weg nach Norden machten wir nochmals Halt in Mandurah. Die kleine Küstenstadt mit ihren zahlreichen Wasserkanälen dient vielen Perthern als Wochenendausflugsziel. Neben einem Jachthafen gibt es viele Restaurants und Cafés. Die nahen Strände laden zum Baden und Relaxen ein.

Reisebericht Australien: Delfine in freier Wildbahn

Delfine in freier Wildbahn

Etwas nördlich von Mandurah liegt Rockingham. Von dort aus werden Bootsfahrten in den Shoalwater Islands Marine Park angeboten. Wer schon immer mal mit wilden Delfinen schwimmen und schnorcheln wollte, kann dies hier tun. Eine hier beheimatete Delfinpopulation hat jegliche Scheu vor den Menschen verloren und so ist es möglich, im Wasser bis auf wenige Meter an die Tiere heranzukommen. Ebenfalls lohnenswert ist ein Abstecher auf die kleine, vorgelagerte Insel Penguin Island. Wie der Name bereits verrät, ist dort eine kleine Kolonie von Zwergpinguinen zuhause. In einem kleinen Touristenzentrum auf der Insel werden kranke und verletzte Tiere aufgepäppelt und man kann bei der Fütterung zuschauen.


Von Rockingham sind es nur noch knapp 45 Minuten bis Perth, wo nach fast zwei Wochen unsere erlebnisreiche Reise durch den Südwesten Australiens zu Ende ging. Nach einer letzten Nacht in der Metropole folgte die Heimreise über Dubai zurück nach Frankfurt. Ich habe Australien schon mehrfach bereist und kenne wirklich viele Orte auf dem Kontinent. Western Australia hat es mir besonders angetan. Die grandiosen Naturlandschaften, die Einsamkeit und Abgeschiedenheit vieler Regionen auf diesem schönen Fleckchen Erde üben eine ganz besondere Faszination auf mich aus. Ein Ort, an den man immer gerne zurückkehrt.

Unser Autor

Andreas Hanebuth

Explorer Fernreisen München
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Western Australia Reiseinspirationen

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